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Projekte (die Stiftung begrenzt ihre Unterstützung auf die Regionen Recife, João Pessoa und Natal im Nordosten Brasiliens):

 ‚Glückliche Jugend’: Unzählige Kinder haben keine Familie. Sie sind Waisen oder wurden von ihren Verwandten verstossen. Viele wohlhabendere Familien ziehen solche Kinder gross. Ärmere, die das auch gerne tun würden, haben keine Mittel dazu.

Die Stiftung wählt seit Februar 2011 in der Region Recife verantwortungsbewusste, in der Regel alleinerziehende Mütter aus, die sich mit ihren Kindern schlecht oder recht durchschlagen. Wenn sie weiteren 1 – 3 Kindern eine Ersatzmutter sein wollen, ihnen Liebe, Zärtlichkeit aber auch Erziehung geben können, springt sie ein. – In Zusammenarbeit mit den Behörden vermittelt sie ihnen Kinder wie oben beschrieben und zahlt ihnen monatlich einen fixen Betrag (Kost, Logis, Entgelt) von R$ 380.- (ca. Fr. 120.-) pro Kind. Das gibt den Frauen einen Zustupf an die Haushaltskosten und den Kindern Familienanschluss mit ‚Nestwärme’. Per Juni 2017 betreut die Stiftung so 49 Kinder bei 16 Ersatzmüttern in Igarassu und Araçoiaba.

Rettet die Umwelt; seit Ende 2016 bezahlen wir Jugendliche in Paulista und Igarassu, damit sie auf Wiesen und in der Wildnis Abfall sammeln. Uns liegt daran, dass die Leute den Abfall nicht einfach wegwerfen. So bauten wir inzwischen in Paulista zwei Abfalldeponien. Bisher sind sie ein Erfolg: Die Umgebung ist viel sauberer. In Igarassu helfen uns auch Freiwillige einer Fussballschule. Auch sie sensibilisieren die Anwohner, den Kehricht nicht einfach wegzuwerfen. Mitte 2017 beginnen wir das Projekt auch in Olinda.

Krippe Tia Sandra; gehört eigentlich zur Kinderhilfe. Sie ist im Laufe der Jahre jedoch für uns so wichtig geworden, dass sie einen eigenen Abschnitt verdient. Als wir die Krippe vor über 10 Jahren besuchten, betreute sie etwa 15 Kinder und stand kurz vor der Schliessung. Inzwischen finanzierten wir Material für den Ausbau des alten Teils, den Neubau, den Spielplatz und Reparaturarbeiten. Seit 2012 kaufen wir monatlich Lebensmittel. Die Krippe Tia Sandra ist auch Schalt- und Anlaufstelle für unser Projekt Glückliche Jugend in Igarassu. Die Krippe betreut inzwischen über 60 Kinder.

Familienplanung und –betreuung; In Zusammenarbeit mit Stadtverwaltungen die Familienplanung vorantreiben. Dies geschieht mit Aufklärung in Schulen und in Quartieren, mit der Abgabe von Verhütungsmitteln sowie mit Unterbindungen und Vasektomien. In São Lourenço da Mata betreute die Stiftung Familien einer Landlosensiedlung. In Paulista baute sie ein Projekt für schwangere Frauen auf. Igarassu organsiert Aufklärungskurse, verteilt Verhütungsmittel und nimmt im städtischen Spital Unterbindungen und Vasektomien vor.

Hörgeräte; Abgabe von neuen und gebrauchten Hörgeräten in den Regionen Recife und Natal. Dies erfolgt in Zusammenarbeit mit den Sozialämtern der Partnerstädte aber auch mit Privaten. Bisher verteilte die Stiftung über 2’800 gebrauchte Hörgeräte an arme Menschen. Jährlich kommen über 200 gebrauchte Hörgeräte zu neuen Besitzern.

SODIS-Wasseraufbereitung; in den Bundesstaaten Pernambuco, Paraiba und Rio Grande de Norte die SODIS-Wasseraufbereitung verbreiten. Dies erfolgte durch eigene Mitarbeiterinnen und Angestellte der Partnerstädte. Per Ende Juni 2014 liessen wir das Projekt einschlafen. Leider zeigten die Behörden und die Bevölkerung zu wenig Interesse.

Kinderhilfe (Kinderkrippen); Unterstützung privater und städtischer Kinderkrippen sowie von Waisenhäusern. Die Stiftung motiviert damit Gemeinwesen, sich für die armen Kinder einzusetzen. Junge Fussballer aus Recife unterstützt sie bei der Schulbildung und dem Lebensunterhalt. Ende der 90er Jahre verloste die Stiftung Lebensmitteltaschen unter Schülern, die den Unterricht regelmässig besuchten. Die staatliche ‚bolsa escolar’ löste diese Idee ab. Partner im Bereich der Kinderhilfe ist der Verein ÀGUA-VIVA in Olinda (s. unten).

Behinderte; die Stiftung war massgeblich beteiligt an der städtischen Fisiotherapie in Orobo. Sie kaufte auch einfache Rollstühle. Sie unterstützt städtische Spitäler mit Material. 2016 spendeten wir via das Sozialamt Igarassu 10 Rollstühle an behinderte Menschen.

Pro7 Janaina und Giovanni: Pizza, Pasta und Amore; in Zusammenarbeit mit Janaina Zarrella, Monica Ivancan und dem Produktionsteam halfen wir dem kleinen Gemison. Wir organisierten für ihn eine Operation und begleiteten ihn auf seinem Weg in ein möglichst normales Leben. So lernte der 11jährige Gemison in der Fisiotherapie gehen und besuchte die Schule. Leider verstarb er im September 2011 nach einer Nierenoperation.

Punktuelle Hilfe wenn nötig …

Geschichte

Mit der Herausgabe seines ersten Buches 1991 gründete Hans Haller eine Stiftung. Am 12.10.1992 erfolgte der Eintrag der Hans Haller-Stiftung ins Handelsregister des Kantons Aargau. Das Departement des Innern unterstellte sie dem Amt für Stiftungsaufsicht. Die Stiftung ist gemeinnützig und steuerbefreit. Das heisst, Spender können ihre Zuwendungen von den Steuern absetzen (www.stv.gr.ch). Die Stiftung zählt inzwischen rund 250 Gönner (Bar und Naturalien). Über 100 von ihnen spenden regelmässig. Alle erhalten 2 Mal jährlich einen ausführlichen schriftlichen Bericht über die Tätigkeit.

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Hans Haller ging es von Anfang an darum, die vorhandenen Mittel optimal und kontrolliert einzusetzen. Ihm lag an einer längerfristigen Besserstellung der begünstigten Mitmenschen. Wichtig waren ihm auch die Hilfe zur Selbsthilfe sowie die Beteiligung der Einheimischen und der Behörden. Brasilien ist ein reiches Land, das Geld ist nur ungleichmässig verteilt. Hans Haller will die Brasilianer herausfordern und motivieren, sich für ihre Armen einzusetzen.

Bis 1997 beschränkte sich die Tätigkeit der Stiftung in Brasilien auf Hallers jährlichen Ferienaufenthalt in Recife. Sehr wichtig waren Hans Haller die Familienplanung und die SODIS-Wasseraufbereitung. Er wagte sich aber auch an weitere Projekte (Brillen, Hörgeräte, Behinderte, Kinderhilfe, Berufsbildung). Wie oben beschrieben, ist ihm eine Einbettung in bestehende Infrastrukturen wichtig. So können die Städte mit Aufklärung, Abgabe von Verhütungsmitteln oder Unterbindungen viel mehr erreichen, als die Stiftung als kleine NGO. In den Städten Igarassu, Orobo, Paulista, Itapissuma, Abreu e Lima, Campina Grande, Barreiros, Itamaraca und Olinda – alle in der Nähe von Recife – sind und waren Vertrauensleute von ihm auf Teilzeitbasis für die Stiftung tätig.

Wie unter den Projekten beschrieben, entwickelte sich Sandra von der Krippe Tia Sandra in Igarassu seit 2004 zu einer immer wichtigeren Kontaktperson der Stiftung. So verbreitet sie die SODIS-Wasseraufbereitung in ihrer Region und ist Koordinatorin wie auch Ersatzmutter im Projekt Glückliche Jugend.

Seit Sommer 2006 arbeitet die Stiftung im Bereich der Kinderhilfe enger mit Christoph Steiner-Oliveira vom Verein ÀGUA-VIVA (www.agua-viva.ch) zusammen. Die Stiftung ist seit 2008 Patin für 10 Kinder beim Verein ÀGUA-VIVA.

Hans Hallers Engagement blieb nicht ungewürdigt: Ehrenbürger von Igarassu (2001), Ehrenmedaille Duarte Coelho Pereira Igarassu (2003), Ehrenbürger von Orobo (2004), Förderpreis von Fr. 10’000.- der Vereinigung Umwelt und Bevölkerung ECOPOP (2003), Präsentation des SODIS Projektes der Stiftung in Orobo bei BBC World Television (2004) und ALF (2005). Auftritte im Zischtigsclub von SFDRS (1994), Face to Face von Tele M1 (2004), Talk im Schlosshof von ALF 2005 und Ehrenmedaille Padre João Pessoa Ribeiro Paulista (2007). 2009 drehte Tele M1 eine 4teilige Doku über seine Arbeit.

Bankverbindungen

Hypothekarbank Lenzburg, CH-5616   Meisterschwanden, IBAN CH37 0830 7000 0718 0831 0, SWIFT HYPLCH22, Konto 71 808 310,

Kontaktinformation

Hans Haller, Röthlerstrasse 16, CH-5616 Meisterschwanden Tel. 056 667 30 61

Sekretariat: isabel.j@gmx.ch,   076 4333412

 

E-Mail

Allgemeine Information: hans@haller-stiftung.ch
Verkauf der Bücher:  hans@haller-stiftung.ch

Stand: 24.06.2017

Update: 24.06.2017